Rosalie

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Samstag, 11.07.2015, 11:17

Wie lebt es sich so als Asylgegner_in?

Steht man in der Früh auf und hofft, dass die Grenzen wieder dicht sind?

Geht man durch die Straßen und schaut den Menschen in die Augen um ihre Herkunft zu sehen?

Schmiert man sich ein Butterbrot und lebt in ständiger Angst, dass Menschen einem zuerst die Butter und dann das Brot wegnehmen?

Wie geht es einem so wenn man jetzt endlich Bilder aus Traiskirchen sieht?

Für mich selbst ist das nichts Neues. Ich kenne die Zustände im Lager seit Jahren, hab viel Kontakt mit Menschen auf der Flucht und wenn ich sie in Markenkleidung sehen weiß ich, dass wieder ein großzügiger Mensch seinen Kleiderschrank entrümpelt hat und oft hab ich schon darüber gelacht. Die Leute können mit den Marken nämlich wenig anfangen.

Ja ich bin auch schon Menschen auf der Flucht mit Smartphones begegnet. Sie haben mir darauf Fotos ihren Liebsten gezeigt, von denen viele nicht wussten wo sie gerade sind, ob es ihnen noch gut geht und ob ihre Familien noch leben. Ich kenne auch Menschen die diese Smartphones zur Verfügung gestellt haben, damit die Flüchtenden sich mit ihren Familien in Verbindung setzen können, manche geben sogar alte Laptops weiter!

Ich weiß auch warum meist nur Männer bei uns in Österreich ankommen, ich kenne die Hintergründe ihrer Flucht und warum ihre Mütter, Frauen und Kinder diesen Weg nicht auf sich genommen haben. Ich kenne die Bilder von der griechisch/mazedonischen Grenze, welcher Mann würde es auf sich nehmen, dass seine Frau dort verprügelt wird? Ich kenne die Erzählungen über die Fluchtwege, welcher Vater würde seine Kinder mehrere Wochen in einem engen Kasten auf der Ladefläche eines LKWs sperren. Das alles beginnt erst wenn man das europäische Festland erreicht hat und nicht im Mittelmeer ertrunken ist. Ich kenne die Schreie einer Mutter, die eines ihrer Kinder vor Griechenland verloren hat.

Und jetzt?

Jetzt meint man Zelte aufstellen zu müssen, jede Rechtsstaatlichkeit zu Untergraben und die Flüchtlinge in der Slowakei unterbringen zu müssen. Wo sind die Zeiten, als man sich um die Butter auf dem Brot keine Sorgen gemacht hat und geholfen hat wenn es notwendig war! Unsere Großeltern, Eltern und manche von uns selbst haben es vorgezeigt. Weder während der Flucht der Ungarn, der Menschen aus der ehemaligen DDR noch während der Balkankriege – und bei all diesen Ereignissen waren es viel mehr Flüchtlinge als derzeit – wurde ein einziges Zelt benötigt oder ein Quartier in den Nachbarländern!

Sieht man die Bilder aus Syrien, aus den Flüchtlingslagern im Libanon und der Türkei (wo übrigens Container stehen und keine Zelte) ist es doch naheliegend, dass die Menschen eine Zukunft haben wollen – wenn sie von dort aufbrechen wissen sie leider meist nicht was sie hier in der „1.Welt“ erwartet.


Seit über 2 Jahren läuft die Suche nach Quartieren, für Menschen die Flüchtlinge bei sich aufnehmen wollen ist die Hürde riesengroß. Einzig Niederösterreich hat eine halbwegs vernünftige Lösung für Privatquartiere. Überrascht kann höchstens Frau Mikl-Leitner tun, sie hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Seit Jahren prognostiziert das UNHCR eine Zunahme der Asylanträge (auf längere Zeit gemessen sind es aber immer noch weniger als während der Balkankriege).

Aber zurück zu meiner Frage, wie lebt es sich so als Gegener_in der Menschenrechtskonvention?


 
Danke
für diese Story. Ich verstehe auch nicht, warum es nicht möglich ist Unterkünfte zu schaffen. Es gibt doch positive Beispiele wo in WG'S Platz gefunden wird. Warum wehren sich so viele Kommunen gegen die Aufnahme?
Man muss die Menschen kennen lernen. Nicht einfach ablehnen weil Gerüchte laufen.
Ich weiß nicht ob da eine Ministerin alleine was ausrichtet. Es muss auch an der Basis im Volk Veränderung passieren. Von oben sollte es andere Veränderungen geben. Das aber gehört nicht zu diesem Thema.
Gertrude
 
danke Transakt...
war nach der langen Zeit dringend notwendig.

Die Angst vieler Bürgermeister_innen liegt darin, dass sie befürchten der geltende Mainstream in der Flüchtlingsablehnung kostet ihnen den Sessel bei der nächsten Wahl.

Soweit ich aber informiert bin, wurde bisher kein einziger Bürgmeister und keine einzige Bürgermeisterin deswegen abgewählt. Dieter Posch in Neudörfl sagt es schon richtig "auf diese Wählerstimmen kann er verzichten, sich dafür aber jeden Tag in den Spiegel schauen" Neudörfl beheimatet seit über 10 Jahren Flüchtlinge, aktuell gerade unbegleitete Minderjährige, davor bunt gemischt von Einzelreisenden bis zu Familien - oft auch sehr betreuungsintensive Menschen mit schweren Traumatas. Bisher hat Dieter Posch immer noch dazugewonnen.

lg
Rosa
 
Liebe Rosalie,
schön wieder mal von Dir zu lesen!

Ja, warum wehren sich soviele gegen die Aufnahme von Flüchtlingen? Hm, ich denke, dass es bei den Bürgermeistern nicht nur um die Angst um Wählerstimmen geht, sondern dass es viele Bürgermeister selbst so sehen, dass wir schon viel zu viele Flüchtliche aufgenommen haben. :-(
In meiner Region gibt es eine 700Seelen-Gemeinde, die haben (schon seit Jahren) fast 40 Asylwerber. Dagegen haben wir eine große Gemeinde, mit ein paar Tausend Bürger und die haben meines Wissens nach gar keine Asylwerber. Da gibt es zwar (geschätzt eine Handvoll) 'Ausländer', aber das sind welche, die seit Jahren hier leben und die - soweit ich das mitgekriegt habe - niemals Asylwerber waren, sondern 'einfach' nach Österreich gezogen sind um hier zu leben.

In wieder einer anderen Gemeinde hat eine Gruppe von Menschen (ich bin mir nicht sicher, ob es nicht vielleicht eine evangelische Kirchengemeinschaft ist) Asylwerber aufgenommen (in private Unterkünfte) und beschäftigt sich auch mit diesen Menschen. Sie kochen gemeinsam und machen verschiedene Treffen. Da ist der Bürgermeister (der als wirklich medieng..l verschrien ist) ganz groß dabei!

Du schreibst 'unsere Großeltern und Eltern und manche von uns selbst haben es vorgezeigt'. Ich glaube, dass es da ein paar wesentliche Unterschiede gibt. Zum einen gab es zu Zeiten unserer Großeltern und Eltern kein Internet, weshalb sich vieles einfach nicht so verbreiten konnte - auch die (blaue) Hetze nicht. Selbst zu Zeiten der Balkankriege gab es hauptsächlich Fernsehen um Nachrichten zu verbreiten. Abgesehen davon, waren sowohl die Ungarn und selbst Jugoslawien schlicht und einfach viel näher. Näher aus geographischer Sicht und sicher auch näher, weil viele Leute Jugoslawien als Urlaubsland kannten.
Und auch wenn es schon ewig lange her ist, irgendwie meine ich auch, dass da noch eine gewisse historische Nähe eine Rolle gespielt hat. Aber selbst wenn das nicht mehr mitgewirkt hat, so liegt jedem Menschen doch immer das näher, was er persönlich kennt.

Was noch ein ganz wichtiger Aspekt ist, ist meiner Meinung nach die Religion. Ganz besonders seit 9/11 wird doch alles, was auch nur irgendwie arabisch/muslimisch ist, von vornherein als 'böse' angesehen.
Ja natürlich gibt es die Selbstmordattentäter und auch so einige Länder, die einen Fanatismus leben, der - in meinen Augen - gefährlich ist. Aber aufgrund der vielen Medienberichte und auch des Internets werden eben sehr viel über islamistisch geprägte Negativereignisse berichtet.
Natürlich macht das Angst.

Hinzu kommt, dass es dadurch, dass es eben schon viel ärgere Flüchtlingsströme in unser Land gegeben hat, dementsprechend auch schon mehr 'Ausländer' bei uns leben.
In meinem Heimatort sind es nach wie vor nur vereinzelt Kinder aus anderen Kulturen, die in den Schulklassen sitzen.
Aber wenn in einer Klasse hauptsächlich Kinder aus den verschiedensten Ländern sitzen, muss ich schon zugeben, dass ich auch Angst hätte, dass mein Kind in so einer Klasse 'weniger' lernt, als in einer Klasse, wo die Muttersprache hauptsächlich Deutsch ist!
Und ja, man kennt es durchaus auch, dass Ausländer sich nicht integrieren und eigene Komunen bilden, in denen es nicht wirklich nötig ist, überhaupt Deutsch zu lernen . Klar, es ist verständlich, dass ich mich, wenn ich in einem fremden Land leben muss, eher mit Menschen zusammentue, die aus dem gleichen Kulturkreis kommen wie ich. So muss ich nicht auch noch meine Kultur ablegen und meine Sprache.
Aber es ist auch zu verstehen, dass es Angst macht! Also bei den Österreichern.

In so einer Situation ist es natürlich leicht, diese Angst noch zu schüren und zu vermitteln, dass wir armen Österreicher bald im eigenen Land nichts mehr zu sagen haben. Ich glaube, da spielt sehr wohl noch zu einem großen Teil die Geschichte mit herein. Gerade die ältere Gereation ist es nämlich, die gar nicht so offen ist für Asylwerber (insbesondere, wenn sie dann auch noch 'schwarz' sind).

Asylgegner setzen sich nicht auseinander mit den Asylwerbern oder deren Lage. Mir kommt es oft so vor, als würde deren Angst vor dem Islam (und da ist es wurscht, ob das wirklich Muslime sind oder nicht, sie kommen aus 'der Richtung') geschürt, dass sie sozusagen wie das Kaninchen vor der Schlage sitzen.

Du schreibst, es ist naheliegend, dass diese Menschen eine Zukunft haben wollen. Ja natürlich ist das naheliegend, aber ich glaube Asylgegner sind so sehr auf die Angst konzentriert, dass ihre eigene Zukunft (Kultur/Religion/...) gefährdet ist, dass sie zu diesen Überlegungen gar nicht kommen. Zudem nehmen sie sofort jedes Bild, jede Nachricht, die 'beweist', dass uns die Asylwerber nur ausnehmen (siehe die Geschichte mit den Markenkleidern oder den Smartphones) eben als Beweis!

Ich habe jemanden in der Verwandtschaft, der Asylgegner ist. Da zu diskutieren oder was erklären zu wollen - keine Chance! Die Meinung ist so derart vorgefertigt und einbetoniert. Es ist schauderhaft! Ein ganz junger Mann, der keine Ahnung mehr hat, welche Folgen der Hass auf Andersartigkeit haben kann.

Es ist leider so: Das einzige was der Mensch aus der GEschichte lernt ist, dass der Mensch nichts aus der Geschichte lernt! (leider weiß ich nicht, von dem das Zitat stammt und auch nicht, ob ich es im richtigen Wortlaut wiedergegeben habe).

LG Soul
  • soul,
  • 2015.07.12, 11:20
 
Liebe Soul
du hast in allen Punkten recht...

ich frag mich nur wo bleibt unsere Menschlichkeit? Ist die uns wirklich durch Internet und abnehmender persönlicher Kommunikation abhanden gekommen?

Warum hinterfragen die Menschen nicht mehr kritisch und glauben jeden Schmarrn den kleinformatige Schmierblattln schreiben?

Auch ich hab so einen Menschen in der Familie, Sozialdemokrat, Gewerkschafter - also eigentlich jemand der sich FÜR und nicht GEGEN Menschen einsetzen sollte. Mittlerweile meide ich Familienfeiern mit allen möglichen Ausreden (zum Glück fällt die nächste auf einen Termin wo ich wirklich nicht kann) nur um mir die Diskussionen zu sparen.

Das Zitat heißt übrigens "wer aus der Geschichte nichts lernt ist verdammt sie zu wiederholen" und stammt von George Santayana, auch wenn es viele Brecht zuschreiben

lg
Rosa
 
Menschlichkeit
Liebe Rosalie,

du fragst, wo unsere Menschlichkeit bleibt und ob uns die durch Internet abhanden gekommen ist.
Nein, ich glaube nicht, dass sie uns überhaupt abhanden gekommen ist. Oder zumindest nicht mehr oder weniger ist, als sie seit jeher war. Mag sein, dass sie sich mal ein wenig mehr, mal ein wenig weniger in die eine oder in die andere Richtung verschiebt. Gesamt gesehen glaube ich aber, dass es sich immer im ungefähr gleichen Bereich befindet.

Sieh mal 70 Jahre zurück. Wieviel Unmenschlichkeit gab es damals?! Wieviele gab es, die mit ihrer Menschlichkeit anderen geholfen haben. Da haben Menschen ihr Leben riskiert um anderen zu helfen. Auf der anderen Seite fühlten sich einige aufgrund der 'GEmeinschaft' des damals herrschenden Regimes so stark, dass sie eine Unmenschlichkeit an den Tag legten, die man gar nicht in Worte fassen kann!

Ich glaube, dass es heutzutage genausoviel Menschlichkeit wie damals. Nur geht all diese Menschlichkeit vollkommen unter in der Berichterstattung. Und ja, ich glaube schon, dass das Internet viel dazu beiträgt, besonders die Hetze zu verbreiten. Wenn ich die FB-Meldungen anschaue, die so am Tag kommen, seh ich am Tag sicher 2-3 Postings, die die 'bösen' Flüchtlinge anprangern (oder auch die Politik, die sie hereinlässt). Dagegen gibt es nur alle paar Tage mal eines, das für Menschlichkeit plädiert.
Liegt vielleicht ja auch daran, dass die Asylgegner mehr Zeit haben um im Internet zu sein und die, die Flüchtlinge unterstützen eher mit Unterstützen beschäftigt sind und nicht damit im FB zu posten....

Du fragst, warum Menschen nicht mehr kritisch hinterfragen. Nun, ich denke mal, weil sie einerseits davon überzeugt sind, dass sie sowieso die einzig richtige Sicht auf die Dinge haben. Wenn ich mir worüber sicher bin, hinterfrage ich es nicht! Würden das wir Menschen tun, kämen wir vor lauter Hinterfragen nicht zum Leben!

Und ja, es ist vielfach auch die Bildung, die den Unterschied macht zwischen Asylgegner und welchen, die da genauer hinterfragen.

Ich denk mir, dass es gut wäre, wenn mehr über die wirklichen Hintergründe und Umstände von Flüchtlingen berichtet würde. Allerdings nicht in anklagender Form und auf jemanden bezogen, der 'dran Schuld ist, dass es falsch läuft', sondern einfach nur in aufzeigender Form. Berichte und Dokumentationen über einzelne Asylwerber und Flüchtlinge, damit man sich nicht mehr so leicht in die 'Verallgemeinerung' flüchten kann.
Trotzdem denke ich, dass das auch bei den eingefleischten Asylgegnern nichts ändern würde!

Echt, du meidest Familienfeste um nicht diskutieren zu müssen? Finde ich persönlich schade! Denn ich denke Familie kann durch nichts ersetzt werden! Wäre es nicht möglich, mit diesem Verwandten NICHT zu diskutieren und sich mit anderen zu beschäftigen auf Familienfeiern?
Ich habe auch Diskussionen über dieses Thema mit meinem Verwandten eingestellt. Das hätte keinen Sinn, denn er kommt mir immer wieder mit Beispielen. Das führt nur im Kreis. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht mit ihm über andere Dinge gerne unterhalte.

Das von dir erwähnte Zitat kenne ich schon. Das was ich zitiert habe, habe ich aber in so ziemlich diesem Wortlaut gelesen vor Kurzem irgendwo gelesen.

LG Soul
  • soul,
  • 2015.07.12, 13:15
 
Beide Seiten
spiegeln z.T. die österreichische Seele, z.T. die Prägung der Kindheit.
Aus meiner Kindheit kann ich sagen: Familie kann sehr wohl ersetzt werden. Die Frage ist auch was ist Familie? Aber das ist wieder eine andere Baustelle, wo man fächerübergreifend diskutieren kann.
Menschlichkeit! Auch da ist die Frage seit wann gibt es sie, wo gibt es sie.
Das alles aber halte sich für eine müssige Diskussion. Jetzt ist handeln gefragt. Das Negative nicht beachten (ignorieren), das Positive verstärken.
z.B. gestern, ein wunderschöner Ausflug, prachtvolles Wetter und eine fängt wieder an von wegen Kopftuch und Strassenbahn. Ich stand auf ging weg und die anderen sind mir gefolgt. Die Hetzerin blieb alleine sitzen. Durfte mit sich selbst reden.
Da gibt es z.B. dies:
http://blog.hlade.com/2015/06/26/integration-dem-unsichtbarem-eine-stimme-geben-kreative-pause/
Dies teile und verbreite ich gerne und jederzeit.
Ebenso dies:
https://www.facebook.com/ZeitimBild/videos/10153300569141878/?pnref=story
Sollte es gegen die Netiquette sein, lieber Admin bitte einfach löschen. Nicht böse sein. ;-)
Gertrude
 
Liebe Rosalie!
Also erstens mal einfach schön Dich wieder zu lesen, freut mich total und genau deswegen hab ich mich jetzt eingeloggt weil ich Deinen Namen und dass Du eine aktuelle Story geschrieben hast, heute schon mal gelesen habe.
Dieses Thema beschäftigt uns alle mehr oder weniger und ich kenne das genau, sehr genau, wohne ja nur ca. 2 Minuten von einer Flüchtlingsunterbringung in der Obersteiermark (möchte den Namen jetzt net genau nennen, war überalle zu lesen und zu hören und sehr präsent, der kleine Ort) entfernt und sehe auch immer Menschen genau wie Du es beschrieben hast.
In unserem Dorf gibt's viele die da diesem Thema sehr negativ gegenüber stehen und geschimpft wird auch, ich denke mir typisch, in einem Dorf wird immer getratscht und jetzt weils halt ein aktuelles Thema ist noch mehr, ich höre mir das an und denke mir meinen Teil, weils dort wo ich Kaffee trinken gehe net so einfach ist, seine Meinung kund zu tun und da ich schon ein "Gerechtigkeistfanatiker" bin, überspitzt beschrieben, enthalte ich mich solchen Diskussionen, es wird dann immer lauter und öffentlich streiten tu ich net.
Es ist einfach ein Wahnsinn was sich da momentan tut und keiner ist für etwas zuständig - so scheints - und keiner bemüht sich - die Politiker meine ich, die stehen da und tun so als ob sie sowas von überrascht sind und ach und oh und überhaupt, mehr mag ich dazu gar net sagen.
glg indian
 
Liebe Rosalie!
Wo bleibt unsere Menschlichkeit?

Ich würde wirklich annehmen, dass sie durch Internet und rasant abnehmender persönlicher Kommunikation immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Auch da stimme ich dir zu…. die Menschen hinterfragen nicht mehr, sondern glauben jeden Schmarrn der irgendwo geschrieben wird.

Nun habe ich also genau das gemacht, einfach versucht zuzuhören, was geredet wird, also in persönlicher Kommunikation, ohne zu werten oder mich einzumischen.

Viele haben einfach Angst, gar nicht so sehr Angst davor, dass ihnen jemand Butter und Brot wegnimmt, sondern vielmehr ihren Lebensstandard, wo viele doch auch „irgendwo“ gelesen haben, dass die Flüchtlinge eine angeblich gute Ausbildung haben, und dass sie bei uns arbeiten werden und vielen dadurch die Arbeitsplätze abhanden kommen werden.

Unsere Großeltern haben es uns vorgezeigt, schreibst Du…. ich habe mit einer Frau in meinem Bekanntenkreis gesprochen, die diese Zeit erlebt hat und selbst geholfen hat. Sie meinte: „Damals hatten wir alle nichts, und wenn alle nichts haben, rücken die Menschen automatisch näher zusammen und helfen sich gegenseitig“. Auch die Bürokratie war damals nicht so starr wie heute.

Und natürlich kommt immer wieder die Sprache auf den Weltkrieg, und wieviel Grausamkeiten es da gab. Ich frage mich, was ist in den heutigen Kriegsgebieten weniger grausam? Alles wird praktisch live ins Wohnzimmer übertragen, Hinrichtungen inklusive. Und die ganze Welt schaut zu und nimmt es zur Kenntnis….“das war schon immer so“, heißt es dann.
Obwohl, die Antwort auf diese Frage hast Du schon gegeben: "Wer aus der Geschichte nichts lernt ist verdammt sie zu wiederholen" ein weises Zitat von George Santayana und es bewahrheitet sich anscheinend immer wieder.

Die ganze Regierung hat ihre Hausaufgabe nicht gemacht, denn gewusst hat man es schon lange, nur hat man es anscheinend immer wieder verdrängt, und keine Entscheidungen getroffen…. denn da geht es ja um Wählerstimmen, und für ein paar Wählerstimmen tut man schließlich alles, eine Einstellung von der ich hoffe, dass sie endlich mal aufhört, und dass endlich etwas Produktives geschieht.
Meiner Meinung nach ist das der Hauptgrund. Hätte die Regierung schon viel früher reagiert und Vorkehrungen getroffen, hätte das den Asylgegnern viel Wind aus den Segeln genommen.

Liebe Grüße
 
FPÖ-Infoveranstaltung...
Also ich hab am vergangenen Donnerstag eine FPÖ-Informationsveranstaltung besucht und habe da die "Frohbotschaft" gehört: "Innsbruck darf nicht Trainskirchen werden!" Neben anderen "Frohbotschaften"... Am Ende der Veranstaltung haben die drei wackeren Blauendann gesagt, dass die anwesenden "100 Menschen" wie Apostel diese von ihnen verkündeten Frohbotschaften nach außen tragen sollten...
Einer der Herren, will der nächste Innsbrucker Bürgermeister werden...
Nun, wir werden sehen, ob er's DIESMAL schafft. Bis jetzt ist dieses Unterfangen (Bürgermeister zu werden) zum Glück noch immer gescheitert. Die Asylgegner habens leicht, sie brauchen nur einige falsche oder auch richtige zahlen oft genug an die Wand malen und damit Ängste schüren... Die Probleme lösen brauchen sie nicht, weil sie eh noch nichts zu sagen haben...
 
Rosalie!!!
Ich danke dir von Herzen für deine Story.

Mein Mann und ich haben auch aufgehört mit gewissen Leuten in der Familie darüber zu diskutieren. Entweder man bekommt ein spöttisches Lächeln gepaart mit Sagern wie "Gutmensch" oder "Weltverbesserer", oder es artet in ein etwas lautes Streitgespräch aus. Wie auch immer, es bringt nichts.
Die Vorurteile sind nicht abzubauen.
Ein Vorurteil ist ein Irrtum, der Wurzeln geschlagen hat.
Und auch wenn wir den Baum stutzen, er treibt immer wieder aus.
Also halten wir des lieben Frieden willens die Klappe, aber nur in der Familie. Der Rest unseres Umfeld muss mit unserer Einstellung klarkommen, oder auch nicht;-)

Wie geht's dir denn immer?

Ganz liebe Grüße vom Teilchen
 
@rosalie
rosalie.... ich schäme mich.. so sehr.
für dieses land, für diese politik und für sehr vielen menschen.
es tut mir im herzen weh, was geschieht und ich dies reicht bis min meine träume hinein.

ich hoffe, man fühlt sich SCHEIßE als menschenverachtendes wesen.

liebe grüße
 
@Transakt,
jo supa!!!!?!?!?!?!
Geht's noch, geht goa net.
Hab gar net mehr wie die Überschrift gelesen, mehr brauchte ich nicht, sonst gibt's ja keine anderen Sorgen.
glg indian